Horst Schneider: »Gruselstory Checkpoint Charlie«

»Die Frau vom Checkpoint Charlie« –
Leidvolle Wahrheit oder Lügengeschichte?
ISBN 978-3-939828-22-8, Pocketformat, 174 Seiten, 5,00 €
rote taschenbücher • band 4

Abbildung: Gruselstory Checkpoint CharlieMan muss den Film »Die Frau vom Checkpoint Charlie« nicht gesehen haben – aber man könnte über die Hintergründe Bescheid wissen wollen.

Nicht nur Muttertränen werden vergossen, wenn Veronica Ferres in der Rolle der Jutta Gallus einen Kampf gegen das »rechtlose, kinderfeindliche Monster« DDR führt.

Doch was ist dran an der gruseligen Story ?

HORST SCHNEIDER machte sich auf die Spurensuche nach der wahren Geschichte der Jutta Gallus (heute: Fleck). Er entlarvt die gröbsten Fälschungen (MDR: »Dramatisierungen«) des Films und der zugrunde liegenden Romane. Er untersucht die tatsächlichen damaligen Geschehnisse, beleuchtet Hintergründe und nennt auch die beim Namen, die seinerzeit hinter den »Aktionen« standen.


CHRISTIAN GALLUS, der sich nach der gescheiterten Republikflucht seiner geschiedenen Frau um die gemeinsamen Töchter kümmerte, gab Horst Schneider umfassend Auskunft. Hinter der Story der Jutta Gallus verbirgt sich auch die Geschichte des Vaters, und wie Kinder als Propaganda-Waffe im Kalten Krieg benutzt wurden.

Inhalt:
Vorweg: Deutschland, einig Mutterland? (von Wiljo Heinen) • Die Frau vom Checkpoint Charlie - Zufallsprodukte oder »staatlich verordnete« Schlacht im »Erinnerungskrieg« ? • Jutta Gallus fährt in die Freiheit und findet ihre Gönner
Provokation im Reichstag und am Checkpoint Charlie • Jutta Gallus besucht den Papst in Rom
Die Helsinki-Story der Gallus • Fälscher am Werk? • Antikommunistische Sudeleien
Anne Wills Talkshow mit der »mutigsten Mutter Dresdens« • Der MDR und Christian Gallus
Wächst zusammen, was zusammen gehört? • Epilog
Dokumente aus dem Besitz des Vaters Christian Gallus • Quellen und Anmerkungen

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40 Jahre DDR-Geschichte müssen auf Mauer, "Stasi" und Unrecht reduziert, die DDR delegitimiert werden. Am Beispiel dieses Fernsehfilms lässt sich exemplarisch nachweisen, mit welchen Methoden gearbeitet wird um dieses Ziel zu erreichen. (Red.)

Dass die hochgespielte TV-Schmonzette um die »Frau vom Checkpoint Charlie« so authentisch nicht war, wie behauptet, hatte man eigentlich annehmen können. Der Dresdner Historiker Prof. Dr. Horst Schneider hat sich dennoch die Mühe gemacht, der Angelegenheit auf den Grund zu gehen.

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Christian Gallus

Ex-Ehemann der »Frau vom Checkpoint Charlie«, leiblicher Vater der beiden Töchter zu seinen Motiven, uns bei dem Buch zu unterstützen:

»Ich habe es mir nicht leicht gemacht, den Veröffentlichungen
zuzustimmen; jetzt bin ich aber froh darüber. Oftmals sind bei
Gesprächen über krankhafte Erscheinungen in unserer Gesellschaft, an deren Auftreten ich die Medien (Presse, Funk und Fernsehen) außerordentlich mitschuldig ansehe, die Worte gefallen: "Aber was soll man denn dagegen tun?". In diesem Fall konnte ich etwas dagegen tun, und ich habe die Zivilcourage ergriffen, mein Wissen, aber vielmehr auch
unwiderlegbare Dokumente, zur Verfügung zu stellen. Getan habe ich es letztlich, um mich besser zu fühlen, indem ich nur eine von mir zu schulternde Aufgabe erfülle. Gedacht habe ich aber auch an die vielen
Menschen, welche mir Ihre Gefühle und Empfindlichkeiten mitteilten.
Nicht zuletzt haben mich auch Gedanken an meine beiden Töchter zu diesem Schritt bewogen. Ich möchte ihnen damit ein Zeichen setzen, dass man sein Leben nicht mit Lügen, Halbwahrheiten und Tricks absolvieren sollte.

Christian Gallus«

Horst Schneider

 

 

 

Horst Schneider diskutiert über
»Hysterische Historiker«
März 2008

»Klappentext«
(Seite 2)

Prof. Dr. Horst Schneider
wurde am 25. Oktober 1927 als Sohn eines Glasmachers in Penzig, Kreis Görlitz, geboren. Seine Kindheit und Schulzeit verbrachte er in Görlitz.


Ab September 1943 war er Luftwaffenhelfer in Berlin, von Dezember 1944 bis zur Kriegsgefangenschaft im April 1945 war er Soldat.


Nach seiner Heimkehr im Dezember 1945 wurde er Neulehrer, Lehrer, Direktor einer Schule in Niesky. Von 1955 bis 1990 arbeitete er am Pädagogischen Institut (von 1967 an Pädagogische Hochschule Dresden), von 1980 bis 1990 als Professor für allgemeine Geschichte der neuesten Zeit.

Von 1964 bis 1990 war er Mitglied des Präsidiums der Liga für die Vereinten Nationen in der DDR, von 1990 bis 1994 Alterspräsident der Dresdner Stadtverordnetenversammlung. Bis 1997 gehörte er dem Ältestenrat beim Vorsitzenden der PDS an.

Seit 1990 beteiligt sich Horst Schneider am Streit über ein Geschichtsbild über die DDR.

Im Verlag Wiljo Heinen erschien von ihm »Hysterische Historiker. Vom Sinn und Unsinn eines verordneten Geschichtsbildes«, eine Streitschrift wider bestimmte Totalitarismusforscher, DDRologen und Renegaten.