Günter Wilms
Perspektive Menschenbildung

Argumente und Anregungen für eine demokratische Bildungsreform

ISBN 978-3-939828-40-2, Taschenbuch, 396 Seiten, 17,50 €

 

Abbildung: Perspektive MenschenbildungDas bundesdeutsche Bildungswesen steht seit vielen Jahren – mindestens aber seit der ersten Veröffentlichung von PISA-Ergebnissen 2001/2002 – in der Kritik. Das gilt sowohl für die erbrachten Leistungen als auch vor allem für die international
»Spitze« darstellende Abhängigkeit der Bildungsmöglichkeiten von der sozialen Stellung und Lage, von der familiären Situation der Lernenden und Studierenden.
Die Reaktion der offiziellen Bildungspolitik in den Bundesländern und durch die Kultusministerkonferenz ist überwiegend durch Aktionismus gekennzeichnet, setzt nicht an den wirklich zentralen Erfordernissen an.

In dieser Situation vermittelt die nach thematisch-inhaltlichen Schwerpunkten geordnete Publikation der in fast zwanzig Jahren entstandenen Arbeiten des Autors sowohl den PädagogInnen und Eltern als auch bildungspolitisch Aktiven
vor Ort und in den Parlamenten vielfältige Anregungen und wissenschaftlich begründete Vorschläge für ihr praktisches Handeln in den Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen und nicht zuletzt auch für die auf der Tagesordnung stehende Bildungs- und Schulreform in Deutschland.


Inhalt

Stationen eines Lebens
I. Grundlegende pädagogische Überlegungen
II. Zur antifaschistisch-demokratischen Schulreform in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands
III. Das Bildungswesen der DDR und seine schrittweise Herausbildung
IV. Kritisches zur Bildungspolitik in Deutschland heute – Positionen linker Bildungspolitik
V. Zu bildungspolitischen Positionen der Partei des demokratischen Sozialismus
bzw. der Partei »DIE LINKE«

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Prof. Dr. habil.
Günter Wilms

begann seine berufliche Laufbahn 1946 als Neulehrer. Nach Studium und Promotion zum Dr. paed. an der Technischen Hochschule Dresden und der Humboldt-Universität Berlin war er Dozent
für Allgemeine Pädagogik und Prorektor an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Es folgten mehrere Jahre als Verantwortlicher für die Aus- und Weiterbildung von PädagogInnen im Ministerium für Volksbildung der DDR. Danach als Professor und Institutsdirektor an der Pädagogischen Hochschule Potsdam tätig, wurde er 1970 zum Mitglied der neu gegründeten Akademie der Pädagogischen Wissenschaften gewählt und zum Vizepräsidenten berufen. Sein wissenschaftliches Spezialgebiet war die Planung, Leitung und Organisation des Volksbildungswesens, von 1980 bis 1990 leitete er auch das in Potsdam ansässige Akademie Institut für Leitung und Organisation des Volksbildungswesens ( in der DDR meist einfach »ILO« genannt ).

Nach der Abwicklung des ILO 1990 setzte er seine pädagogisch-wissenschaftliche Arbeit auf ehrenamtlicher Basis fort und engagierte sich mit seinem Wissen und seinen bildungspolitischen Erfahrungen für eine demokratische Entwicklung des Bildungswesens in Deutschland. Dabei konzentrierte er sich sowohl auf die wissenschaftlich theoretische Fundierung linker Bildungspolitik als auch auf eine konstruktive Aufarbeitung und Nutzung der Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Entwicklung des Bildungswesens in der DDR. Mit seinen in verschiedenen Organen publizierten Arbeiten aus der Zeit nach 1990 leistete er nicht zuletzt auch einen Beitrag zur konzeptionellen Fundierung der Bildungspolitik der PDS / DIE LINKE.