Keine Radieschen.
Der Verlag Wiljo Heinen wurde im August 2006 gegründet und brachte das erste Buch im Oktober 2006 heraus:
»Mit Eberhard Panitz´ Straßenbahn // fängt der Verlag zu fahren an«,
war das Motto unserer Gründungsfete in Berlin, in der Nacht vom
12. auf den 13. August, dem 80. Geburtstag Fidel Castros. Und so
behaupten wir - einigermaßen halbfrech -, dass unser Geburtstag
mit dem Fidels zusammenfällt....
Der Verlagsleiter ist Wiljo Heinen, Jahrgang 1960, geboren in der Nähe von Düsseldorf am Rhein, diplomierter Physiker und diplomierter Volkswirt. Der Verlag hat derzeit seinen Sitz in Böklund und ein kleines Büro in Berlin.
Weil keine »Kapitalgeber«
hinter dem Verlag stecken - weder Heuschrecken, noch eine Erbtante,
eine Stiftung oder die BRD-Geheimdienste - muss sich das
Verlagsprogramm »Buch für Buch« entwickeln. Jedes verkaufte Buch trägt dazu bei, dass ein neuer Titel herausgegeben werden kann. (Daher die Bitte:
Hier Bücher bestellen...)
Mühsam? Sicherlich. Aber nur so lässt sich garantieren, dass sich keine »Radieschen« im Verlagsprogramm wiederfinden. Denn für uns gehören Radieschen auf den Mittagstisch und nicht zwischen Buchdeckel!
Wiljo Heinen, im Mai 2007
Aus, wie man so sagt, "aktuellem Anlass" eine Ergänzung:
Auch wenn der Satz "Der andere könnte Recht haben" eine sehr wertvolle Richtlinie ist, wenn man sich einer neuen Idee oder neuen Ausarbeitung nähert oder eine Sache noch nicht so recht durchdacht hat: Wir ziehen eine Grenze der Beliebigkeit. Die kritiklose Einräumung der Möglichkeit, dass "der andere Recht haben könnte", beliebig angewandt auf jedwede behauptete "Meinung", zeugt für uns nicht von "Humanismus" - sie zeugt bestenfalls von Unkenntnis, vielleicht von Prinzipienlosigkeit, möglicherweise von Absicht. Und hier ziehen wir nicht erst die Grenze bei der Zusammenarbeit mit Faschisten oder ihren Steigbügelhaltern in "neo-konservativen" Mäntelchen - auch die gedanklichen Wegbereiter menschenfeindlicher Ideen, Esoteriker im Umwelt-Mäntelchen, Antisemiten mit dem Aufkleber "Anti-Zionist" und dergleichen finden bei uns kein Zuhause.
Und dafür entschuldigen wir uns noch nicht einmal.
Wiljo Heinen, 29. November 2007
[Welche Radieschen? ... schlag´nach bei: Tucholsky!]
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Feldfrüchte
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Sinnend geh ich durch den Garten,
still gedeiht er hinterm Haus; Suppenkräuter, hundert Arten, Bauernblumen, bunter Strauß. |
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Petersilie und Tomaten,
eine Bohnengalerie, ganz besonders ist geraten der beliebte Sellerie. |
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Ja, und hier –? Ein kleines Wieschen?
Da wächst in der Erde leis das bescheidene Radieschen: |
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außen rot und innen weiß.
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Sinnend geh ich durch den Garten
unsrer deutschen Politik; Suppenkohl in allen Arten im Kompost der Republik. |
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Bonzen, Brillen, Gehberockte, |
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Ja, und hier –? Die ganz verbockte
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liebe gute SPD.
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Hermann Müller, Hilferlieschen |
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außen rot und innen weiß.
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Theobald Tiger,
Die Weltbühne, 21.09.1926, Nr. 38, S. 470,
wieder in: »Mit 5 PS«
