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Besprechungen
- jW – Buchmesse Havanna – »Kuba hält Kurs«
- Paul B. Kleiser (SoZ) zu »Trotzki und Trotzkismus«
- Leseempfehlung in »Leibniz intern« zu »Trotzki und Trotzkismus«
- redblog zu »Das kleine Schwarzbuch …«
- Leserkommentare zu »Aber ich glaube an den Triumph der Wahrheit«
- Theodor Bergmann und Mario Keßler (ND) zu »Aber ich glaube an den Triumph der Wahrheit«
- Robert Steigerwald (UZ) zu »Trotzki und Trotzkismus«
jW – Buchmesse Havanna – »Kuba hält Kurs«
jW Online Special: Buchmesse Havanna 2012 | Blogeintrag vom 19.02.2012
»Kuba hält Kurs - Heinz Langer zu den aktuellen Entwicklungen in Kuba«
Heute beschließen wir als Berliner Büro Buchmesse Havanna unsere Veranstaltungsreihe mit Heinz Langer, Botschafter a.d. der DDR in Kuba - dort, wo sie auch am 13. Februar begann: in der einstigen Kommandantur Che Guevaras, einem der schönsten Vortragsäle auf der Cabaña.
Paul B. Kleiser (SoZ) zu »Trotzki und Trotzkismus«
Sozialistische Zeitung | Artikel in der SoZ 02/2012
»Poststalinistische Eierschalen«
Es gibt keine Figur der modernen Geschichte, die in einem solchen Umfang geschmäht und verleumdet worden ist wie der russische Revolutionär Leo Trotzki. Auch in der Nachkriegszeit erschienen im Ostblock in regelmäßigen Abständen Schriften, die seine Ansichten «widerlegten»; gleichwohl konnte man die «Widerlegungen» nicht überprüfen, da sich Trotzkis Schriften im Giftschrank befanden.
Der frühere Professor der Deutschen Akademie der Wissenschaften der DDR, Herbert Meißner, hat eine «marxistische Analyse» über Trotzki und den Trotzkismus verfasst, in der er sich bemüht, dem großen Revolutionär gerecht zu werden. Allerdings sind die «poststalinistischen Eierschalen» noch vielfach sichtbar.
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Leseempfehlung in »Leibniz intern« zu »Trotzki und Trotzkismus«
Leibniz intern | Ausgabe 53 vom 16. Januar 2012
(»Leibniz intern« – Mitteilungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin)
»Trotzki im Überblick«
Leo Trotzki und die auf ihn zurückgehenden Strömungen werden in der historisch-politischen Debatte regelmäßig bemüht und zur Bekräftigung eigener Positionen herangezogen. Im krassen Gegensatz dazu stehen häufig die verfügbaren Kenntnisse seiner Biografie und seiner Arbeiten. Eine Übersicht über die zahlreiche Trotzki- und Trotzkismusliteratur zu gewinnen, ist in der Tat schwierig. Dazu kommen noch die von Anhängern wie Gegnern in Umlauf gebrachten Halbwahrheiten und Fälschungen. Die sowjetische Gesellschaftswissenschaft hat über Jahrzehnte wenig zur Aufklärung beitragen können. Trotzki war in den offiziellen Darstellungen Feind oder Unperson und der Trotzkismus eine parteifeindliche Strömung.
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redblog zu »Das kleine Schwarzbuch …«
redblog | Rezension vom 29. Januar 2012
»Wer hat uns verraten?«
In einem Beitrag für die junge Welt zur Praxis der Berufsverbote beschrieb der Göttinger Politikwissenschaftler Georg Fülberth das Verhalten der Sozialdemokratie gegenüber Linken mit den folgenden Worten: "Wenn bei der SPD etwas funktioniert, dann ist es der Reflex gegen linke Organisationskonkurrenz."
Anfang des Jahres, pünktlich zur Liebknecht-Luxemburg-Ehrung, erschien im Verlag Wiljo Heinen eine Chronik der SPD: das kleine Schwarzbuch der deutschen Sozialdemokratie. Konstantin Brandt beginnt seine Chronik mit dem Jahre 1913. Jenem Jahr, als die Sozialdemokratie dem deutschen Imperialismus erstmals mit der Bewillung der Besitzsteuervorlage zur Deckung der Rüstungskosten verhalf. Ein Jahr später folgte im Kriegstaumel die Zustimmung zu den Kriegskrediten und das Abkanzeln der Kriegsgegner in Partei uns Arbeiterschaft. Brandt widmet sich im ersten Teil der Chronik den Jahren bis 1933. Ausführlich beschreibt er die Rolle von Sozialdemokraten bei der Ermordung von Liebknecht und Luxemburg, der Niederschlagung der Arbeiteraufstände und der engen Zusammenarbeit mit dem Kapital.
Im zweiten Teil geht es um das Tun der SPD nach dem Krieg: von der Wiederaufrüstung über Berufsverbote und Kriegseinsätze bis hin zum Sozialabbau der Regierung Schröder/Fischer.
Leserkommentare zu »Aber ich glaube an den Triumph der Wahrheit«
Als Reaktion auf den Artikel in »neues deutschland« zu »Aber ich glaube an den Triumph der Wahrheit« erreichten uns Zuschriften von Lesern, den wir hier – mit deren ausdrücklicher Zustimmung – veröffentlichen.
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Ein Hauch des kalten Krieges
Kurz vor der Rosa-Luxemburg-Konferenz sind antikommunistische Geschichtsumdeuter noch einmal so richtig böse geworden. Im »neuen deutschland« (vom 12. Januar 2012) auf der Seite 17 haben doch Vertreter ihrer Zunft ernsthaft glauben machen wollen, Ernst Thälmann vor verbohrten Kommunisten in Schutz(haft) nehmen zu müssen. Aber vielleicht waren es auch nur charakterliche Schwächlinge oder Dümmlinge, die da am Werke waren. So genau konnte es in der »linken Tageszeitung« nicht festgestellt werden.
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Theodor Bergmann und Mario Keßler (ND) zu »Aber ich glaube an den Triumph der Wahrheit«
Neues Deutschland | Artikel vom 12. Januar 2012
Unredlich und hanebüchen
Das hat Ernst Thälmann nicht verdient - Ein neues Buch von Eberhard Czichon und Heinz Marohn
In den letzten Monaten ihrer Terrorherrschaft haben die deutschen Faschisten noch viele Todesurteile gefällt. Ernst Thälmann, letzter Vorsitzender der KPD vor 1933, am 18. August 1944 in Buchenwald hingerichtet, ist als eines der wehrlosen und standhaften Opfer zu ehren.
Nach ihrer zweibändigen Thälmann-Biografie haben nun Eberhard Czichon und Heinz Marohn, zusammen mit dem Verleger Wiljo Heinen, einen Sammelband herausgegeben, der Beiträge von 20 Autoren und zwei Autorinnen (Margot Honecker und die DKP-Vorsitzende Bettina Jürgensen) abdruckt, darunter von lange verstorbenen Prominenten (Johannes R. Becher, Willi Bredel, Fritz Heckert, Heinrich Mann, Martin Andersen-Nexö, Wilhelm Pieck, Romain Rolland, Arnold Zweig u.a.). Wissenschaftlichen Ansprüchen genügt einzig die Studie des Rechtsanwalts Ralph Dobrawa, die zeigt, wie kaltschnäuzig die westdeutsche Justiz die Bestrafung der Mörder Thälmanns solange hintertrieb, bis niemand mehr zur Rechenschaft gezogen werden konnte.
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Robert Steigerwald (UZ) zu »Trotzki und Trotzkismus«
Unsere Zeit | Artikel vom 6. Januar 2012
Trotzki und der Trotzkismus
Der »Sache« zuwenden
In früheren Zeiten meinten wir Anhänger Stalins, Trotzki und seine Truppen wollen den Sozialismus zerstören. Trotzki und seine Helfershelfer haben das stets bestritten. Es gehe ihnen, sagten sie, nur um die Bürokratie und ähnliche Entfremdungen des Sozialismus. Solche Orientierungen konterrevolutionärer Art gab es in der IV. Internationalen aber durchaus. (S. 106 f.) Dennoch: Wir wissen nun, dass den Sozialismus nicht Trotzki und die Trotzkisten, sondern Schüler und Anhänger Stalins - meinetwegen missratene Schüler und Anhänger - zur Strecke gebracht haben. Wir sollten also nicht mehr alle Schlachten der Vergangenheit erneut zu schlagen versuchen, sondern uns, soweit dies möglich ist den "Sachen" selbst zuwenden. Das erfordert, sich auch von Legenden zu verabschieden, die in den vergangenen Kämpfen entstanden - und die gelegentlich mal wieder hoch gespült werden. Ich habe zum Thema des Buches schon vor etwa fünfzehn Jahren einen Aufsatz "Trotzkismus ohne Legenden" in den "Marxistischen Blättern" veröffentlicht, danach meinten einige Genossen, ich liefe jetzt zu den Trotzkisten über - ist nicht geschehen!
Zur "Sache" selbst hat Herbert Meißner das Buch "Trotzki und Trotzkismus gestern und heute" vorgelegt.
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